Beirat

Der Beirat der Demokratischen Schule München, bestehend aus renommierten Wissenschaftler*innen bildungs- und sozialwissenschaftlicher sowie medizinisch-psychotherapeutischer Disziplinen, hat eine beratende und repräsentative Funktion für die Schule.

Die Beiratsmitglieder werden sich einmal jährlich an der Schule treffen, erhalten Bericht von der Schulleitung, beraten sich mit ihr und erteilen ggf. Empfehlungen für die weitere Arbeit.

Darüber hinaus wird der Beirat Wissenschaftler*innen vermitteln, die die Arbeit und Entwicklung der Schule evaluierend begleiten, vgl. Wissenschaftliche Begleitung.

Wir freuen uns, dass fünf renommierte Wissenschaftler*innen für den Beirat der Demokratischen Schule München gewonnen werden konnten.

Der Beirat setzt sich zusammen aus:

Dr. med. Herbert Renz-Polster (Kinderarzt, Wissenschaftler, Autor)

Dr. Renz-Polster beschäftigt sich als Kinderarzt und Wissenschaftler seit langem mit der kindlichen Entwicklung. Forschungstätigkeit im Bereich Kinderheilkunde, Prävention und Gesundheitsförderung zunächst in den USA, dann am Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg. Bekannt durch Sachbücher, u.a. die Bestseller „Kinder verstehen – born to be wild!“, „Die Kindheit ist unantastbar“, „Menschenkinder: Plädoyer für eine artgerechte Erziehung“ oder jüngst „Erziehung prägt Gesinnung”. Er hat 4 Kinder und lebt heute mit seiner Frau in der Nähe von Ravensburg. www.kinder-verstehen.de

Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan, i.R. (Ludwig-Maximilians-Universität München, Professorin für Grundschulpädagogik und -didaktik, gehörte der Expertengruppe zur Erstellung Bayerischen Bildungsleitlinien an)

Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan verfügt über eine breite Erfahrung in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung sowie in der bildungspolitischen Beratung.

„Schule sollte ein Ort sein, der Kindern und Jugendlichen vielfältige intellektuelle, soziale und praktische Herausforderungen bietet und an dem sie Geborgenheit, Anerkennung und das nötige intellektuelle und materielle Instrumentarium finden, diese auch zu meistern.“

Prof. Dr. Marko Demantowsky

Professor für Neuere und Neueste Geschichte und ihre Didaktik, Leiter der Abteilung für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften und ihre Disziplinen an der Pädagogischen Hochschule FHNW und Mitglied des Instituts für Bildungswissenschaften der Universität Basel. Er ist verantwortlich für die Lehrpersonenausbildung in den Fächern Geographie, Geschichte, Philosophie, Ethik-Religion-Gemeinschaft (ERG) und Räume-Zeiten-Gesellschaften (RZG) in den vier Nordwestschweizer Kantonen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Digitalen Transformation des Bildungswesens, des öffentlichen Umgangs mit Geschichte und des informellen Lernens in der Gesellschaft, der  Beliefs von Lehrpersonen sowie Theorie und Geschichte der Bildung.

“Das staatliche Schulwesen mit seinen tradierten Strukturen leistet verlässlich solide Arbeit bei der Bildung heranwachsender junger Menschen. Dabei muss es sich aber immer wieder neuen Herausforderungen stellen, für deren Bewältigung es dringend und immer wieder konzeptueller und praktischer Impulse von außen bedarf. Eine freie demokratische Schule, gerahmt in neuen, beweglichen, gleichsam experimentellen Strukturen, kann eine solche Rolle übernehmen und hat deshalb eine Bedeutung, die weit über sich selbst hinausweist. Sie kann zu einem Ideenspender und einem Labor zeitgemäßen didaktischen Handelns, lebensorientierten Lernens und entwicklungsorientierten Lebens werden. Und dies wäre sie eben hoffentlich auch oder könnte sie werden: Ein neuer guter Ort des Mit-Denkens und Mit-Bestimmens, der umfassenden und generationenübergreifenden Einbindung von und in Verantwortung.“

PD Dr. med. Bert te Wildt (Chefarzt, Psychosomatische Klinik Dießen)

Dr. te Wildt verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Psychiatrie und Psychosomatischen Medizin, zuletzt in seiner Funktion als Leiter der Ambulanz am LWL-Universitätsklinikum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Ruhr-Universität Bochum. Seine klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen im Bereich der Verhaltenssüchte, insbesondere der Internet- und Computerspielabhängigkeit sowie der positiven Nutzung digitaler Technologien in der Psychotherapie. In diesem Zusammenhang beschäftigt er sich im Sinne der Prävention auch intensiv mit der funktionalen und gesunden Nutzung digitaler Medien in der privaten und professionellen Pädagogik. Herr te Wildt ist bekannt aus einer Reihe von Publikationen und häufig geladener Referent auf nationalen und internationalen Fachveranstaltungen. Eine Professur im Sinne einer außerplanmäßigen Lehrbefugnis an der Ruhr-Universität Bochum wird bis spätestens Ende 2019 erwartet.

Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D.

Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin; zuvor Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nürnberg, Fellow des Centers for Advanced Study in the Behavioral Sciences (Stanford) und Professorin für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Jutta Allmendinger zählt zu den einflussreichsten Wissenschaftlerinnen Deutschlands. Unter anderem gehört sie der von der Bundesregierung berufenen Expertenkommission für Forschung und Innovation an.

Die Fähigkeit, das Lernen zu lernen, muss geweckt und gefördert werden.“